Initiativen für freiwilliges Engagement sollen Nordschleswig verbinden und den Zusammenhalt stärken

Auf ihrer gestrigen Hauptversammlung stellte die Schleswigsche Partei einen neuen, zukunftsweisenden Vorschlag vor, der freiwilliges Engagement als Grundlage für Gemeinschaft und Zusammenhalt in Nordschleswig stärken soll. Damit reagiert die Partei unter anderem auf den zunehmenden Zuzug, der neues Leben in die vier Kommunen bringt.

Freiwilliges Engagement soll Integration und Lernen fördern, Menschen vor Ort zusammenbringen und für alle selbstverständlich zum Alltag gehören. Nach Ansicht der Schleswigschen Partei muss es einfach und sinnvoll sein, sich einzubringen – für Schüler:innen im Praktikum ebenso wie für Erwachsene in Vereinen und im Bevölkerungsschutz. Mit weniger Regeln, mehr Unterstützung und einem gemeinsamen Vorgehen der Kommunen will die Partei mehr Menschen die Möglichkeit dazu geben.

„Freiwilliges Engagement und das Vereinsleben sind das Herz unserer Gemeinschaft in Nordschleswig. Wir wollen beides stärken: durch weniger bürokratische Hürden, bessere Unterstützung und indem wir Kinder schon in der Schule damit vertraut machen. Freiwilliges Engagement soll attraktiv, anerkannt und zugänglich sein“, sagt Louise Thomsen Terp, Mitglied des Gemeinderats von Tønder. Sie fährt fort:

„Wenn wir als Gemeinschaft zusammenkommen, freiwilliges Engagement in den Mittelpunkt stellen und Raum für Beteiligung schaffen, kann Integration zu einer treibenden Kraft für Zusammenhalt und künftige Entwicklung werden.“

Louise Thomsen Terp gehört zu den politischen Initiator:innen des Vorschlags und hat den Text federführend verfasst.

Mit einer gemeinsamen Vision, flexibler gestaltetem Dänischunterricht und der Qualifizierung von Ehrenamtlichen als Integrationsbotschafter:innen will die Partei ein offenes, starkes Nordschleswig mit engem Zusammenhalt schaffen. Darüber hinaus stellt sie vier Initiativen vor, die das freiwillige Engagement stärken und Aabenraa, Tønder, Haderslev und Sønderborg zu Vorreitern für Gemeinschaft und Engagement machen sollen. Dazu gehören freiwilliges Engagement auf dem Stundenplan, eine Freiwilligenakademie für Nordschleswig, eine gemeinsame Vision mit Blick auf den Titel als Europäische Freiwilligenhauptstadt und bezahlte freie Tage für freiwillig Engagierte.

Die vier Initiativen im Überblick:

  1. Freiwilliges Engagement auf dem Stundenplan: Ehrenamtspraktika sollen Kinder und Jugendliche frühzeitig mit dem Vereinsleben vertraut machen und ihr Wohlbefinden, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre demokratische Bildung stärken.
  2. Eine Freiwilligenakademie für Nordschleswig: Sie soll Raum für Weiterbildung, Erfahrungsaustausch und neue Formen der Zusammenarbeit bieten, die noch mehr Menschen zu aktivem Engagement motivieren.
  3. Eine gemeinsame Vision für Aabenraa, Tønder, Haderslev und Sønderborg: Sie soll Kräfte über Grenzen hinweg und zwischen den Kommunen bündeln. Ziel ist es, bis 2035 Europäische Freiwilligenhauptstadt zu werden.
  4. Freiwilliges Engagement mit Unterstützung der Arbeitsplätze: Kommunen und Unternehmen werden aufgerufen, Mitarbeitenden für ihr freiwilliges Engagement bis zu fünf bezahlte freie Tage zu gewähren. Davon sollen sowohl die Zivilgesellschaft als auch die Personalgewinnung profitieren.